Rückblick

 

2016

 


  • Entgeltgleichheit per Gesetz? - Welche Fortschritte sind von dem geplanten Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zu erwarten?
    Der Koalitionsausschuss der "Großen Koalition" hat sich Anfang Oktober auf Eckpunkte für ein Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit verständigt. Der Gesetzentwurf soll noch im Dezember 2016 ins Bundeskabinett eingebracht und im Sommer 2017 verabschiedet werden. Das IAAEU nimmt die gesetzgeberische Initiative zum Anlass, die juristischen Aspekte der Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern näher zu beleuchten und lud zu diesem Zweck zu einer Vortragsveranstaltung ein. Die Veranstaltung fand am Montag, den 12.12.2016 um 18 Uhr c.t. im Max-Weber-Raum des IAAEU (Campus II, Raum H714) statt. Als Referentin konnte mit Rechtsanwältin Dr. Lena Oerder (SLT Kanzlei für Arbeitsrecht, Düsseldorf) eine ausgewiesene Expertin zum Thema Entgeltgleichheit gewonnen werden. Schon in ihrer Dissertation "Zur Entgeltgleichheit von Frauen und Männern" hat sich Frau Dr. Lena Oerder mit dem Thema befasst und dieses sowohl unter juristischen als auch unter rechtssoziologischen Gesichtspunkten untersucht. In ihrem Vortrag wird sie sich mit dem geplanten Gesetz auseinandersetzen und der Frage nachgehen, ob die beabsichtigte Regelung tatsächlich geeignet ist, mehr Lohngerechtigkeit zu schaffen.

  • Forschungsaufenthalt von Marco de Pinto am ZEW in Mannheim
    Dr. Marco de Pinto war vom 26. bis 30. September 2016 Gastwissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich "Arbeitsmärkte, Personalmanagement und Soziale Sicherung". Während seines Forschungsaufenthaltes arbeitete er gemeinsam mit ZEW-Wissenschaftlern/-innen an einem Forschungsprojekt zu den Auswirkungen des internationalen Handels auf die Erwerbsverläufe von Arbeitskräften in lokalen Arbeitsmärkten. Weitere Informationen zu diesem Forschungsprojekt finden Sie hier.

  • Gleich zwei Auszeichnungen für wissenschaftliche Veröffentlichungen gehen an das IAAEU
    Am 13. Juli 2016 wurde zum fünften Mal der Publikationspreis des Graduiertenzentrums der Universität Trier verliehen. Getrennt nach Fachbereichen der Universität werden wissenschaftliche Veröffentlichungen prämiert, die durch Forschungsleistung sowie eine hohe Relevanz und Originalität überzeugen und während der Promotionsphase entstanden sind. Sabrina Jeworrek, wissenschaftliche Mitarbeiterin der ökonomischen Arbeitsgruppe des IAAEU, erhielt für den in der Fachzeitschrift Management Science erscheinenden Artikel "When the Meaning of Work Has Disappeared: Experimental Evidence on Employees‘ Performance and Emotions" den Publikationspreis des Fachbereichs IV. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert. Thomas Klein, wissenschaftlicher Mitarbeiter der juristischen Arbeitsgruppe des IAAEU, wurde für seinen Artikel "Die Weitergeltung von kollektivvertraglichen Normen nach der Betriebsübergangsrichtlinie" mit dem 2. Platz des Fachbereichs V geehrt. Der Artikel wurde in Europäische Zeitschrift für Arbeitsrecht veröffentlicht. Übergeben wurden die Preise von Prof. Dr. Michael Jäckel, dem Präsidenten der Universität Trier. Das IAAEU freut sich über die beiden Auszeichnungen.

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Michael Jäckel

Fotos: Pressestelle/ S. Dolman


  • Drittmittelprojekt "Fintech - Markt in Deutschland"
    Gemeinsam mit Prof. Dr. Gregor Dorfleitner (Universität Regensburg) konnte Jun. Prof. Dr. Lars Hornuf (IAAEU und Fach Volkswirtschaftslehre der Universität Trier) ein Drittmittelprojekt zum Thema "FinTech – Markt in Deutschland" einwerben. Auftraggeber ist das Bundesministerium der Finanzen. Das Projekt beginnt im Januar 2016 und wird bis zum Sommer 2016 abgeschlossen. Ziel des Forschungsprojekts ist es, den Begriff "FinTech" in Anlehnung an die internationale Fachliteratur und vor dem Hintergrund der realen Marktgegebenheiten in Deutschland zu definieren. Ein weiterer Projektbestandteil besteht in der Identifizierung der relevanten FinTech Unternehmen und Plattformen in Deutschland. Ergänzend werden die FinTech Aktivitäten der führenden deutschen Finanzinstitutionen untersucht. Aufbauend auf der zu definierenden Grundgesamtheit sollen die relevanten Marktgrößen und Volumina erhoben und ausgewertet werden. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf den Marktsegmenten Crowdfunding, Crowdinvesting, Crowdlending, Robo Advice, Personal Financial Management und Social Trading liegen. Schließlich sollen auch technologische Rückstände und regulatorische Hemmnisse identifiziert werden, die den FinTech Markt von seiner weiteren Entwicklung abhalten könnten. Schlussendlich wird eine Marktprognose für die nächsten 5, 10 und 20 Jahre erstellt.

  • Campus Dialog Forschung: "Das ABC der Institute"
    Seit 2014 veranstaltet die Universität Trier den Campus Dialog Forschung, um auf diesem Wege über die Forschung an der Universität zu informieren und die Öffentlichkeit für die vorgestellten Themen zu begeistern. In diesem Jahr lag der Fokus auf einzelnen Forschungseinrichtungen der Universität, sodass auch das Institut für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Union (IAAEU) die Möglichkeit genutzt hat, sich vorzustellen. Im Rahmen der Gesprächsrunde "Institute im Dialog" beleuchtete Prof. Dr. Laszlo Goerke, wirtschaftswissenschaftlicher Direktor des IAAEU, zunächst die Struktur des IAAEU sowie die Breite der Arbeit und damit verbunden das exzellente Engagement in der Forschung. Dieses spiegelt sich auch in der Anzahl der Forschungsprojekte, die in interdisziplinäre und internationale Kontexte integriert sind, wider. Die Vielfalt der Forschung am IAAEU eröffnete sich den Besuchern des diesjährigen Campus Dialogs auch auf dem "Marktplatz", auf dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IAAEU exemplarisch ihre aktuellen Forschungsprojekte in einer Vielzahl von Postern präsentierten. So stellte Maike Weber ein Projekt vor, das – unter besonderer Berücksichtigung der schwedischen und finnischen Rechtslage – Instrumente zur Verbesserung der Beschäftigungschancen von Altersrentnern erarbeitet. Olga Lorenz präsentierte ein Projekt, in dem die Auswirkungen von Pendelmobilität auf Körpergewicht und Gesundheitsverhalten empirisch untersucht werden. Lars Hornuf stellte nicht nur seine Juniorprofessur für die Ökonomische Analyse des Rechts, sondern auch Forschungsprojekte zu Crowdworking und Crowdsourced Innovation vor. Die entspannte Atmosphäre dieses publikumsfreundlichen Wissenschaftsforums war eine hervorragende Gelegenheit, das IAAEU vorzustellen und gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Weitere Informationen finden sich auch in einem Bericht der CAMPUSnews, dem Online-Magazin der Universität Trier.

  • Arbeitsbereichsübergreifender Workshop am IAAEU
    Am 10. Mai 2016 veranstalteten die juristische und die ökonomische Arbeitsgruppe einen arbeitsbereichsübergreifender Workshop im Max-Weber-Raum des IAAEU. Hieran nahmen die Direktoren des Instituts, Prof. Dr. Dr. h. c. Schlachter und Prof. Dr. Goerke, sowie die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden Arbeitsgruppe teil. Eröffnet wurde der Workshop mit einem Vortrag von Natalia Hebold, in welchem sie ihr Dissertationsprojekt "Gestaltungsmöglichkeiten des Betriebsrates bei der zeitlichen und örtlichen Entgrenzung der Arbeit durch den Einsatz moderner Informationstechnologien" vorstellte. Daran anknüpfend präsentierte Dr. Adrian Chadi eine wissenschaftliche Studie unter dem Titel "Smartphone ban at the workplace: economic and legal perspectives", bei der die Arbeitsleistung von Versuchspersonen bei dem Verbot der privaten Smartphonenutzung am Arbeitsplatz untersucht wurde.
    Im zweiten Teil des Workshops referierte Anna Donner über ihr Dissertationsvorhaben "Die gesundheitliche Eignung als Zugangsvoraussetzung zum Beamtenverhältnis". Der Workshop wurde abgeschlossen von Jun. Prof. Dr. Lars Hornuf mit einem Vortrag zu dem Thema "The Economic Impact of Forming a Societas Europaea." Diese interdisziplinäre Veranstaltung bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit sich über ihre jeweiligen Forschungsprojekte auszutauschen und gemeinsam über die Arbeiten zu diskutieren.

 

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Der Vortragende Dr. Adrian Chadi und die TeilnehmerInnen des Workshops


  • "The Right to Strike: A Need to Align Different Interpretations?"
    Am 22.04.2016 fand in Leiden eine Konferenz des Social Justice Expertise Center (SJEC) über die Notwendigkeit einer einheitlichen Auslegung sozialer Grundrechte statt. Prof. Schlachter, rechtwissenschaftliche Direktorin des IAAEU und Vizepräsidentin des Europäischen Ausschusses für Soziale Rechte, hielt einen Vortrag über das Streikrecht. Im Ergebnis stellt sie fest, dass die Durchsetzungsfähigkeit sozialer Grundrechte maßgeblich von einer kohärenten Auslegung internationaler Regelungen abhängt. Das Streikrecht ist auf supranationaler Ebene durch verschiedene Instrumente gewährleistet (vgl. ILO-Übereinkommen Nr.87, Art. 6 ESC, Art. 11 EMRK) deren uneinheitliche Auslegung eine effektive Gewährleistung des Rechts erschweren können. Ein effektiver Gebrauch solcher Schutzinstrumente ist jedoch in Zeiten wirtschaftlicher Krisen besonders geboten. Die einzelnen Vorträge finden sich zusammengefasst als Beiträge in einem kürzlich veröffentlichten Sammelband.

  • Arbeitsrechtliches Praktikerseminar in Kassel
    Am 29.04.2016 fand am Bundessozialgericht in Kassel das diesjährige arbeitsrechtliche Praktikerseminar unter Leitung von Prof. Dr. Dr. h. c. Monika Schlachter statt. Eröffnet wurde das Seminar mit einem Vortrag von Dr. Doreen Schmeer zum neuen Ideenmanagement in einem Großunternehmen. Prof. Dr. Thomas Weiss stellte Probleme und Lösungsansätze zu der Frage dar, ob tarifliche Personalgestellung als unzulässige dauerhafte Arbeitnehmerüberlassung anzusehen sei. Abgeschlossen wurde das Seminar durch einen Vortrag von Kai Hoffmeister, der über den Umgang eines Großunternehmens mit dem Verkauf von Unternehmensteilen sowie mit der Zusammenlegung und organisatorischen Veränderungen referierte.

 

Teilnehmer des Seminars vor dem Bundessozialgericht in Kassel

Die Teilnehmer des Seminars vor dem Gebäude des Bundessozialgerichts in Kassel

 


  • IAAEU-Studie zur Bedeutung von sinnhafter Arbeit erscheint in führendem Management-Journal
    Welche Bedeutung hat es für Beschäftigte, wenn ihre Arbeitsleistung einen bestimmten Zweck erfüllt? Oder interessiert nur der eigene Verdienst, so dass das eigentliche Ergebnis der Arbeit unwichtig ist? Und wie reagieren Beschäftigte eigentlich darauf, wenn sie mitgeteilt bekommen, dass sich eine von ihnen absolvierte Arbeitsaufgabe im Nachhinein als nutzlos herausstellt? Diesen Fragen widmet sich ein Forschungsteam des IAAEU in einer Experimental-Studie, die demnächst in Management Science, einem der führenden Management-Journals („A+"-Ranking nach VHB-Jourqual), erscheinen wird. Mit Adrian Chadi und Sabrina Jeworrek sind an diesem Publikationserfolg gleich zwei beteiligt, die aktuell in den Diensten des IAAEU stehen. Vanessa Mertins, die seit diesem Jahr als Professorin an der Universität Vechta forscht und lehrt, komplettiert als ehemalige Triererin das Dreier-Team. Die Studie trägt den Titel "When the Meaning of Work Has Disappeared—Experimental Evidence on Employees’ Performance and Emotions" und ist ein Beitrag zur Personalforschung. Hier wird im Rahmen sog. "Information Sharing"-Konzepte darüber nachgedacht, wie und ob Arbeitskräfte u.a. zur Steigerung der Arbeitsmotivation sowie der Loyalität dem Arbeitgeber gegenüber in die Hintergründe ihrer Tätigkeiten miteinbezogen werden sollen. Was sich plausibel anhört, könnte allerdings bei weniger erfreulichen Nachrichten zum Problem werden, wenn stundenlange Arbeit am Ende des Tages zu keinem wertvollen Ergebnis geführt hat. Um dies zu untersuchen, nutzte das Trier Forschungsteam eine konkrete Gegebenheit an der Universität. Weitere Informationen finden Sie hier.

  • Deutsch-Israelisches Forschungsprojekt positiv beschieden
    Der Förderantrag des rechtsvergleichenden Projekts "Strikes in Essential Services" (Streiks in der Daseinsvorsorge) wurde von der German Israeli Foundation (GIF) positiv beschieden. Mit einer Laufzeit von drei Jahren startet im Januar 2016 daher die Forschungskooperation zwischen Frau Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schlachter (Universität Trier) und Herrn Prof. Mordechai Mironi (Universität Haifa, Israel). Gegenstand des Projekts ist das aktuelle Problem des Streiks in der Daseinsvorsoge, angesiedelt im Spannungsfeld zwischen dem öffentlichen Interesse an der kontinuierlichen  Versorgung mit Angeboten der Daseinsvorsorge auf der einen Seite und dem international und verfassungsrechtlich garantierten Rechten der Beschäftigten (Vereinigungs- und Arbeitskampffreiheit) auf der anderen Seite. Ziel des Projektes ist es, die internationalen Gewährleistungen des Streikrechts – insbesondere durch die detaillierte Spruchpraxis zu den Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und den Instrumente des Europarats (Menschenrechtskonvention und Sozialcharta)- herauszuarbeiten und ihnen die praktischen Lösungen gegenüberzustellen, die in zwölf Staaten  für den praktischen Umgang mit den Folgeproblemen in der Daseinsvorsorge entwickelt worden sind. Geplant ist, dies in strukturierten Länderberichten aus Brasilien, Kanada, Deutschland, Frankreich, Israel, Italien, Japan, Polen, Schweden, Südafrika, dem Vereinigten Königreich und den USA herauszuarbeiten. Als Ergebnis steht eine Darstellung von praktisch erprobten Regelungsmodellen und ihren jeweiligen rechtlichen, wirtschaftlichen, sozialen und politischen Wirksamkeitsbedingungen.

  • Internationaler Workshop am IAAEU "Subjective Survey Data in Labour Market Research"

    Am 07. und 08. Oktober 2016 veranstaltete die ökonomische Arbeitsgruppe des IAAEU eine internationale Konferenz zum Thema "Subjective Survey Data in Labour Market Research". Anlässlich dieser Veranstaltung reisten über 30 Forscherinnen und Forscher aus vielen Ländern Europas, aus Amerika sowie Asien nach Trier. Der thematische Fokus lag auf der Nutzung von subjektiven Daten für Fragen im Arbeitsmarktkontext sowie verwandten Themenfeldern. Ein Highlight war die „Keynote Lecture“ vom renommierten Arbeitsmarktforscher Andrew E. Clark (Paris School of Economics - CNRS), der zu den bekanntesten Namen auf dem Gebiet weltweit zählt. Neben diesem Vortrag am Freitagnachmittag bot der Workshop zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch und für Diskussionen sowie eine Vielzahl interessanter Forschungsvorträge. Der Workshop fand am Freitag ganztägig und am Samstagvormittag im IAAEU auf Campus II (Gebäude H, 7. Obergeschoss) statt. Das finale Programm sowie weitere Informationen finden Sie hier.


  • 8. Ökonomischer Workshop am IAAEU
    Am 19. Februar fand der 8. Ökonomische Workshop an der Universität Trier statt, der vom Institut für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Union (IAAEU) organisiert wurde. Im Rahmen des Workshops haben zahlreiche Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler verschiedener Universitäten und Forschungseinrichtungen ihre aktuellen Forschungsprojekte vorgestellt und diskutiert. Wie in den vorherigen sieben Auflagen deckte das Themenspektrum verschiedene Gebiete der Wirtschaftswissenschaft ab, angefangen bei personalökonomischen Studien über verhaltensökonomische Untersuchungen bis hin zu aktuellen Forschungen aus dem Finanzbereich. So untersuchte beispielsweise Benjamin Schwanebeck (Universität Kassel) im Rahmen eines theoretischen Modells die Folgen verschiedener Prüfungsregelungen (z.B. Bonus-Malus System) auf die Prüfungsleistung von Studenten. Christian Haddad (Universität Lille II) präsentierte ökonomische und rechtliche Determinanten, die die weltweite Entwicklung von FinTech-Märkten beeinflussen. Das IAAEU freut sich, mit diesem Workshop nicht nur deutsche Forscher, sondern auch Wissenschaftler aus Frankreich, Luxemburg und Indien nach Trier gelockt zu haben und somit ein weiteres Mal ein Ort des wissenschaftlichen Austauschs und der Begegnung gewesen zu sein.

  • Sechster arbeitsrechtlicher Moot-Court des Bundesarbeitsgericht
    Am 21. Januar 2016 fanden in Erfurt die mündlichen Verhandlungen des sechsten arbeitsrechtlichen Moot-Courts des Bundesarbeitsgerichts statt. Die vom IAAEU betreuten Studierenden Hanna Alff, Arabel Geyer (beide Stud. Hilfskraft im IAAEU) und Fernando Koch traten als Vertreter der Beklagtenseite vor Richtern des Bundesarbeitsgerichts gegen das Team der Universität Marburg an. Verhandelt wurde ein Fall mit mehreren rechtlichen Problemstellungen aus dem Mindestlohngesetz. Die mündliche Verhandlung in Erfurt bildete den Abschluss einer ca. sechsmonatigen Vorbereitungszeit, in der die Teilnehmenden unter anderem eine umfassende schriftliche Klageerwiderung verfassen mussten. Betreut wurden die Studierenden während des gesamten Projekts von der Direktorin des IAAEU, Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schlachter, und den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der juristischen Arbeitsgruppe des IAAEU. Zur Vorbereitung auf die Verhandlungen in Erfurt fand zudem am 7. Januar 2016 eine Probeverhandlung in den Räumen des Landesarbeitsgerichts in Mainz gegen das zweite Team der Universität Trier, das vom Lehrstuhl von Prof. Dr. Raab betreut wurde, statt.

 

2015


  • Joseph A. Schumpeter-Preis für Dr. Adrian Chadi
    Adrian Chadi, wissenschaftlicher Mitarbeiter am IAAEU, ist im November 2015 mit dem Joseph A. Schumpeter-Preis für herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler aus dem Fachbereich IV der Universität Trier ausgezeichnet worden. Der mit 1.000 Euro dotierte Joseph A. Schumpeter-Preis wird von der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Rheinland-Pfalz und dem Saarland gestiftet. Die Verleihung erfolgt im Rahmen der Absolventenfeier am 11.12.2015. Übergeben wird der Preis vom Präsidenten der Hauptverwaltung in Rheinland-Pfalz und dem Saarland der Deutschen Bundesbank, Herrn Bernd Kaltenhäuser. Das Institut freut sich über die Auszeichnung.

  • IAAEU-Forschung zum Thema Betrugsverhalten in Organisationen
    Erst kürzlich wurde in der Presse bekanntgegeben, dass der Volkswagen-Konzern mit einer "Schummel-Software" im Testbetrieb die Stickoxid-Werte der eigenen Fahrzeuge herunterfährt, um damit Prüfinstitutionen wie den International Council on Clean Transportation hinters Licht zu führen. Betrugsverhalten ist jedoch nicht nur auf die Automobilbranche beschränkt, sondern vielmehr allgegenwärtig. Auch über Mitarbeiter zahlreicher internationaler Banken wurde berichtet, dass diese sich in der Vergangenheit über Referenz-Zinssätze wie den LIBOR und EURIBOR absprachen, um daraus illegal Profit zu schlagen.
    In einer experimentellen Studie, die am Institut für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Union (IAAEU) in Kooperation mit dem Center for Leadership and People Management (CLPM) an der LMU München entstanden ist, haben die beiden Wissenschaftler Susanne Braun und Lars Hornuf untersucht, inwiefern authentische Führung durch Vorgesetzte dazu beiträgt, dass Mitarbeiter ehrlicher handeln. Die Ergebnisse sind informativ, jedoch auch ernüchternd. Obwohl die Studienteilnehmer eine authentische Führungskraft als solche wahrnahmen, zeigten die Probanden ein geringes, aber persistentes Betrugsverhalten. Andere Faktoren wie das offensichtliche Betrugsverhalten anderer Studienteilnehmer oder wenn Probanden selbst durch andere Studienteilnehmer betrogen wurden, hatten ebenfalls keinen Effekt auf das eigene Schummeln. Im Ergebnis zeigt sich, dass Betrug durch Mitarbeiter persistent ist und möglicherweise nur durch langfristige Maßnahmen effektiv bekämpft werden kann. Die Studienergebnisse sind im IAAEU Discussion Paper 10/2015 nachzulesen.

  • Konferenz "Europäische Union und Europarat – Wechselbeziehungen hinsichtlich (sozialer) Grundrechte" der Veranstaltungsreihe "International Labour Standards"
    Am Mittwoch, den 25.11.2015, veranstaltete das Hugo Sinzheimer Institut gemeinsam mit dem Institut für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der europäischen Union die Konferenz "Europäische Union und Europarat – Wechselbeziehungen hinsichtlich (sozialer) Grundrechte" im Hauptgebäude der IG Bau in Frankfurt am Main. Diese Tagung bildete den Auftakt für die neue Veranstaltungsreihe „International Labour Standards" (Arbeitsvölkerrecht), welche zukünftig in zweijährigem Abstand abwechselnd in Trier und Frankfurt in Zusammenarbeit zwischen HSI und IAAEU ausgerichtet und Vorträge zu spezifischen Themen des Arbeitsvölkerrechts bieten wird. Nach einleitenden Worten von Dr. Johannes Heuschmid (stellv. Leiter des HSI) eröffnete Prof. Jochen Abr. Frowein (Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg und ehem. Vizepräsident der Europäischen Kommission für Menschenrechte) die Veranstaltung mit einem Vortrag über die Entwicklung und Hintergründe der europäischen sozialen Grundrechte. Im Folgenden beleuchteten François Biltgen (Richter am EuGH) und Prof. Monika Schlachter (Direktorin des IAAEU und Professorin an der Universität Trier) die aktuellen Einflüsse der Instrumente des Europarats auf die sozialen Grundrechte in der EU aus der Perspektive des EuGH und der Wissenschaft.Der zweite Themenblock widmete sich dem Beitrittsprozess der EU zu den Instrumentarien des Europarates im Anschluss an das ablehnende Gutachten des EuGH über den Entwurf für einen Beitrittsvertrag. Hierzu stellte Dr. Dieter Kraus (Referent im Kabinett des Kammerpräsidenten von Danwitz am EuGH) die wesentlichen Kritikpunkte des EuGH aus dem Gutachten dar. Darauf folgte eine Einschätzung des Beitrittsprozesses aus der Sicht des Europarates durch Prof. Jörg Polakiewicz (Direktor der Rechts- und Völkerrechtsabteilung des Europarates und Professor an der Universität des Saarlandes). Prof. Olivier de Schutter (Professor an der Katholische Universität Löwen, Belgien, und College of Europe, Polen) schloss die Konferenz mit einem Vortrag über die Aussicht auf einen Beitritt der EU zur revidierten Europäischen Sozialcharta. Zu Gast waren rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Mitgliedstaaten der EU, welche von Prof. Manfred Weiss (Professor an der Goethe-Universität Frankfurt und Vorsitzender des HSI-Beirats) durch die sich an die Vorträge anschließenden Diskussionen geführt wurden. In der Zeitschrift Arbeit und Recht (AuR) wird ein Konferenzbericht veröffentlicht werden.

 

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Prof. Jochen Abr. Frowein


  • Internationaler Workshop zur experimentellen Arbeitsmarkt- und Personalökonomik am IAAEU
    Am 16. und 17. Oktober 2015 richtete die ökonomische Arbeitsgruppe des Instituts für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der EU (IAAEU) an der Universität Trier einen internationalen Workshop zur experimentellen Untersuchung arbeitsmarkt- und personal-ökonomischer Fragen aus. Gerade vor dem Hintergrund der stetig steigenden Ansprüche der Generation Y werden solche Fragen wie "Auf welchem Wege findet man die besten Arbeitnehmer?", "Wie bindet man die Beschäftigten dauerhaft an das Unter-nehmen?", oder "Wie können Beschäftigte zu kontinuierlicher Leistung motiviert werden?" sowohl in der Praxis als auch in der Forschung immer relevanter. Der Vorteil von Experimenten ist, dass kontrollierte Rahmenbedingungen geschaffen und somit klare kausale Effekte, bspw. aus dem Einsatz diverser Managementpraktiken, identifiziert werden können. Knapp 25 Ökonomen diskutierten im Rahmen von insgesamt 15 Vorträgen die neuesten Forschungsergebnisse in diesem Feld. An drei der vorgestellten Forschungsprojekte waren Wissenschaftler des IAAEU beteiligt. Das IAAEU freut sich, mit diesem Workshop nicht nur deutsche Forscher, sondern auch Wissenschaftler aus Dänemark, Italien, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz und sogar aus den Vereinigten Staaten nach Trier geholt zu haben und somit ein weiteres Mal ein Ort des wissenschaftlichen Austauschs und der Begegnung gewesen zu sein. Weitere Informationen zum Workshop finden Sie hier.                 

     
    Experimental Workshop zur Arbeitsmarktökonomik und Personalökonomik

    Impressionen des Workshops


  • Das IAAEU auf der Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik
    Vom 6.–9. September 2015 fand die Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik, des fast 4.000 Mitglieder zählenden Dachverbandes der deutschsprachigen Wirtschaftswissenschaftler, an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster statt. Wie auch in den vergangenen Jahren präsentierten die Mitarbeiter des IAAEU ihre Forschungsergebnisse. Ein wichtiges Arbeitsfeld am Institut sind krankheitsbedingte Fehlzeiten. Dieses wurde auch auf der diesjährigen Tagung des Vereins für Socialpolitik deutlich. In der Sitzung zu diesem Themengebiet stammten drei der vorgestellten Analysen von Mitarbeitern des Instituts. Diese befassten sich mit:
    (1) den Auswirkungen des Pendelns zwischen Wohn- und Arbeitsort auf Fehlzeiten,     
    (2) den Konsequenzen von Fehltagen auf innerbetriebliche Mobilität und  
    (3) dem Zusammenhang von Fehltagen und der Entscheidung, trotz Krankheit zur Arbeit zu gehen.
    Außerdem standen noch drei weitere Studien zu Crowdinvesting, zur Motivation von Beschäftigten in sozialen Berufen und den gesellschaftspolitischen Auswirkungen der Euro-Krise auf dem Programm, die von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des IAAEU zusammen mit Koautoren erstellt wurden. Diese umfassende Beteiligung des Instituts an der wichtigsten Tagung deutschsprachiger Ökonomen veranschaulicht die Bedeutung und das hohe Niveau der Analysen, die in Trier erstellt werden.

  • IAAEU-Forschung über die Euro-Krise
    Die gesellschaftspolitischen Auswirkungen der Euro-Krise stehen im Mittelpunkt zweier Studien, die am Institut für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Union (IAAEU) an der Universität Trier entstanden sind. In der ersten Studie wird von Adrian Chadi mithilfe der Haushaltsbefragungsdaten des Sozio-Ökonomischen Panels (SOEP) gezeigt, dass die Menschen in Deutschland sehr unterschiedlich auf die politische Berichterstattung und Meldungen über Regierungsauflösungen und mögliche Staatsbankrotte reagieren. Während sich viele intensiv um ihre Währung sorgen, geht die Krise des Euros an einer Mehrheit der Deutschen nahezu spurlos vorbei. Innerhalb der Minderheit derer, die die Entwicklung um den Euro kritisch sehen, sind allerdings einige so unzufrieden mit den politischen Abläufen, dass sich ein signifikanter Rückgang der Lebenszufriedenheit feststellen lässt. Motiviert von diesen Ergebnissen schauten sich Adrian Chadi und Matthias Krapf von der Universität Lausanne daraufhin in einer zweiten Untersuchung die Eigenschaften der untersuchten Personen genauer an. Während insbesondere Menschen mit evangelischer Konfession sehr sensitiv auf die Ereignisse um die Euro-Krise reagierten, konnten der Regierungsrücktritt in Portugal und drohende Staatsbankrotte anderer Südländer den Katholiken in Deutschland keine Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Ist es wirklich nur Zufall, dass der Euro-kritische Proteststurm vor allem von Protestanten angeführt wird? Die Daten widersprechen dem, und die Vermutung liegt nahe, dass auch in einer Zeit, in der die Bedeutung von Religion für das tägliche Leben eher abnimmt, Auffassungen über Arbeitsethik und die Verpflichtung zum Einhalten von Regeln durchaus noch eine Rolle spielen können. Die in Kürze in der Diskussionspapierreihe des IAAEU erscheinende Studie von Adrian Chadi und Matthias Krapf hat bereits in diesem Monat die Aufmerksamkeit zahlreicher Medien erhalten. Das Handelsblatt, Spiegel Online sowie internationale Medien aus Österreich und Italien berichteten über die Untersuchung. Wie auch weitere Projekte mit Beteiligung von IAAEU-Forschern wird die Studie auf der Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik vorgestellt, der größten Vereinigung deutschsprachiger Volkswirte, die dieses Jahr vom 6. bis zum 9. September an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster stattfindet.

  • IAAEU Ökonomen auch in 2015 wieder auf Reisen
    Auch in 2015 waren die Wirtschaftswissenschaftler des IAAEU wieder viel unterwegs, um ihre neuesten Forschungsergebnisse in die Welt hinauszutragen und mit anderen Wissenschaftlern zu diskutieren. Im Schnitt präsentierten die Forscher ihre Arbeiten auf mehr als sechs Konferenzen. Auf der Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik in Münster, der wichtigsten Tagung deutscher Ökonomen, standen gleich sechs Beiträge der Trierer Forscher auf dem Programm. Auch auf wichtigen internationalen Konferenzen zeigte das IAAEU Präsenz: Egal ob Konferenzen auf europäischem Boden – dazu zählten beispielsweise die Jahrestagung der European Public Choice Society in Groningen und der European Society for Population Economics in Izmir und das Spring Meeting for Young Economists in Ghent – oder gar in Übersee (z.B. Jahrestagung der American Law and Economics Association in New York oder das vierte World Meeting der amerikanischen Society of Labor Economists (SOLE) und der European Association of Labour Economists (EALE) in Montreal), das IAAEU war stets gut vertreten. Die umfangreichen Vortragsaktivitäten fördern den Ideenaustausch mit anderen Wissenschaftlern und verdeutlichen die herausragenden Forschungsaktivitäten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts. Ausführliche Informationen zu den Konferenzteilnahmen finden Sie hier.

  • Folgende juristische Veranstaltungen und Vorträge fanden 2015 am IAAEU statt:
    • Am Montag, den 18.01.2016, hielt Dr. Jürgen Treber, Richter am Bundesarbeitsgericht, einen Vortrag zu dem Thema "Von ‚Werhof‘ über ‚Alemo-Herron‘ zu…? Dynamische Inbezugnahme von Tarifverträgen und Betriebs-übergang". Weitere Informationen finden Sie hier.
    • Am Dienstag, den 19.01.2016, ludt das IAAEU zu einem juristisch- ökonomischen Workshop zu dem Thema "Crowdwork" ein. Als Referenten durften wir Dr. Thomas Klebe (Leiter des Hugo Sinzheimer Instituts in Frankfurt) und Dr. Johannes Heuschmid (stellv. Leiter des HSI) sowie ein Mitglied des Vorstands der IG-Metall begrüßen. Weiter Informationen finden Sie hier.
    • Am Mittwoch, den 29.04.2015, hielt Prof. Dr. Philipp Fischinger, LL.M. (Harvard) von der Universität Mannheim einen Vortrag zu dem Thema "Rechtsprobleme des neuen Mindestlohns". Die Folien zum Vortrag finden Sie hier.
    • Am Montag, den 20.04.2015, hielt Herr François Biltgen, Richter am Europäischen Gerichtshof, einen Vortrag zu dem Thema "Grundprinzipien der Rechtsprechung des EuGH in Sachen Grundfreiheiten und Grundrechtecharta."

  • Arbeitsrechtliches Praktikerseminar in Kassel
    Am 12.07.2015 fand am Bundessozialgericht in Kassel das diesjährige arbeitsrechtliche Praktikerseminar unter Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schlachter statt. Eröffnet wurde das Seminar mit einem Vortrag von Herrn Richter am Arbeitsgericht Ulf Kortstock zum Thema "Neues Urlaubsrecht nach den Entscheidungen von EuGH und BAG". Daran anknüpfend führte Herr Richter am Bundesozialgericht Dr. Christian Mecke in die Neuregelungen des Gesetzentwurfes zur Neuordnung des Rechts der Syndikusanwälte ein. Abgeschlossen wurde das Seminar durch einen Vortrag von Herrn Richter Dr. Hans-Jürgen Rupp, in welchem er das betriebliche Eingliederungsmanagement im Kündigungsschutzprozess erläuterte.

  • Arbeitsbereichsübergreifender Workshop am IAAEU
    Am 07. Mai 2015 fand ein arbeitsbereichsübergreifender Workshop im Max-Weber-Raum des IAAEU statt. Hieran nahmen die Direktoren des Instituts, Frau Prof. Dr. Dr. h. c. Schlachter und Herr Prof. Dr. Goerke, sowie die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der juristischen und ökonomischen Arbeitsgruppe teil. Eröffnet wurde der Workshop mit einem Vortrag von Frau Sabrina Jeworrek, in welchem sie ihr Forschungsprojekt "Works Councils and Vacation“ erläuterte. Daran anknüpfend präsentierte Herr Konstantin Esch die bisherigen Ergebnisse seiner Dissertation zum Thema "Risiko Betriebsrentenportabilität?" Herr Dr. Mario Mechtel stellte die neusten Ergebnisse seiner Studie "The Causal Effect of a Local Alcohol Sales Ban on Crime" vor. Abgeschlossen wurde der Workshop durch die Vorstellung der Dissertation von Herrn Thomas Klein, in welcher er kollektivvertragliche Gestaltungsspielräume für Beamte in privatisierten Unternehmen untersucht.

  • Exkursion der juristischen Arbeitsgruppe des IAAEU zum EuGH
    Am 3. Juni 2015 veranstaltete die juristische Arbeitsgruppe des IAAEU unter Leitung von Prof. Dr. Dr. h. c. Monika Schlachter eine Exkursion zum Europäischen Gerichtshof in Luxembourg. Der Lehrausflug richtete sich an die Studierenden der juristischen Fakultät der Universität Trier. Im Vordergrund des Besuchs am EuGH stand die Teilnahme an der mündlichen Verhandlung in der Rechtssache Van der Vlist (C-432/14), welche die Diskriminierung aufgrund des Alters von jungen Arbeitnehmern bei Beschäftigungen neben der Schul- und Hochschulausbildung behandelte. Weiterhin durften die Exkursionsteilnehmer an einem Vortrag über die Arbeits- und Funktionsweise des EuGH von Herrn Dr. Dittert (wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kabinett von Frau Generalanwältin Kokott) teilnehmen, sowie an einem Gespräch mit Herrn Hamann (wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kabinett von Herrn Kammerpräsident Dittrich). Letztlich konnte auch noch der Große Saal des Gerichtshofs besichtigt werden.

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Das Foto zeigt die Besuchergruppe des IAAEU im Eingangsbereich des EuGH.

 


  • Mitarbeiterin des Lehrstuhl für Personalökonomik am Fachbereich IV erhält Ruf auf Professur für Betriebswirtschaftslehre, Schwerpunkt Management sozialer Dienstleistungen
    Frau Dr. Vanessa Mertins, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Personalökonomik am Fachbereich IV, hat im Februar 2015 einen Ruf an die Universität Vechta auf eine W2-Professur für Betriebswirtschaftslehre, Schwerpunkt Management sozialer Dienstleistungen erhalten. Der Lehrstuhl, das Fach BWL und der Fachbereich freuen sich über diese Ehre und die damit verbundene Anerkennung der wissenschaftlichen Leistungen von Frau Dr. Mertins. Frau Dr. Mertins hat in Saarbrücken, Kaiserslautern und Newcastle-upon-Tyne studiert und wurde 2009 in Gießen mit einer Arbeit über prozedurale Fairnesspräferenzen zum Doktor der Wirtschaftswissenschaften (Dr. rer. pol.) promoviert. Seit August 2008 ist sie in Trier am Institut für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Union (IAAEU) tätig und seit 2012 auch wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Personalökonomik. In ihrer empirisch orientierten Forschung beschäftigt sie sich mit der Anwendung verhaltenswissenschaftlicher Theorien und Methoden auf relevante Managementfragestellungen, insbesondere im öffentlichen und sozialen Sektor. Außerdem leitet sie das Trierer Experimentallabor (TrEx), welches von Wissenschaftlern und Studierenden der Universität Trier für die Durchführung von ökonomischen Entscheidungsexperimenten genutzt wird. Den Studentinnen und Studenten der Uni ist sie weiterhin durch ihre Lehrstuhlvertretung im WS2012/13 bekannt, durch ihre Master-Vorlesung Dienstleistungs- und Arbeitskontrakte sowie als Betreuerin zahlreicher Bachelor- und Masterarbeiten.

  • 7. Ökonomischer Workshop am IAAEU
    Am 20. und 21. Februar 2015 fand der 7. Ökonomische Workshop an der Universität Trier statt, der von der ökonomischen Arbeitsgruppe des IAAEU organisiert wurde. Wie in den Vorjahren nahmen zahlreiche Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler verschiedener Universitäten an der Veranstaltung teil und präsentierten aktuelle Forschungsergebnisse. Insbesondere aufgegriffen wurden Fragen der Arbeitsmarkt- und Personalökonomik. So untersuchte beispielsweise Metin Akyol (TU Darmstadt) die Folgen der Einführung einer variablen Frauenquote auf Löhne, Beschäftigungsniveau und Wohlfahrt im Rahmen eines theoretischen Modells. Agnes Bäker (Universität Tübingen) präsentierte die Ergebnisse einer Studie zu Teamarbeit, die auf Experimental- sowie Firmendaten basierte. Im Rahmen des Workshops wurden die Vorträge ausgiebig diskutiert und Anregungen ausgetauscht.
    Neben den 15 wissenschaftlichen Vorträgen wurde der 7. Ökonomische Workshop durch die Keynote Lecture von Hilmar Schneider, Direktor des Luxembourg Institute of Socio-Economic Research, abgerundet. Sein Vortrag stand im Zeichen der Tradition des Workshops, Diskussionsimpulse zu wirtschaftspolitischen Fragen zu geben. Nachdem in den letzten Jahren u.a. der Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Finanzministerium, Salvatore Barbaro, der Generalsekretär des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Benjamin Weigert, sowie der FAZ-Wirtschaftsredakteur Alexander Armbruster Gäste im Rahmen des Workshops waren, sprach Herr Schneider in diesem Jahr "Zu den Ursachen der sozialpolitischen Irrelevanz der Wirtschafts- und Sozialforschung". In seinem Vortrag warb er für eine stärker systematisierte Forschungsagenda, um beliebige Interpretationen von Forschungsergebnissen durch Politiker zu erschweren, was darüber hinaus die praktische Relevanz der Wirtschafts- und Sozialforschung erhöhen würde.

 

 

 

2014

 


  • Prof. Goerke erzielt Spitzenplatz im Handelsblatt-Ranking
    Der ökonomische Direktor des IAAEU, Prof. Dr. Laszlo Goerke, gehört laut der aktuellen Fassung des Handelsblatt-Rankings (veröffentlicht am 15.12.2014) zu den forschungsstärksten deutsch-sprachigen Betriebswirten. In der Kategorie Lebenswerk hat sich der Professor für Personalökonomik von Rang 38 auf 28 gesteigert und somit nur knapp die Top-25 verpasst. Das Handelsblatt-Ranking erfasst alle zwei Jahre die Forschungsleistungen von mehr als 2.000 Betriebswirten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Erstellt wird die Studie von einem Forscherteam der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich im Auftrag Handelsblatts. Das Ranking orientiert sich an international üblichen Evaluationskriterien wirtschaftswissenschaftlicher Forschung, wobei Veröffentlichungen in rund 1.000 internationalen Fachzeitschriften der BWL die Hauptgrundlage des Rankings darstellen. Das vollständige Handelsblatt-Ranking finden Sie hier

  • Konferenz zu betrieblicher Mitbestimmung und Mitarbeiterbeteiligung
    Am 28. und 29. November 2014 richteten die Ökonomen des Instituts für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der EU (IAAEU) an der Universität Trier eine internationale Konferenz zu betrieblicher Mitbestimmung und Mitarbeiterbeteiligung aus. Während traditionelle Formen der Mitsprache über Gewerkschaften oder Betriebsräte an Bedeutung verlieren, treten in jüngster Zeit neue ungewöhnliche Formen der Mitarbeiterbeteiligung in Erscheinung. Der spektakulärste Fall ist sicherlich die britische Firma Virgin, die ihre Arbeitnehmer frei wählen lässt, wann und wie lange sie Urlaub machen. Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, traditionelle aber auch neue Mitarbeiterbeteiligungsmodelle ins Zentrum einer wissenschaftlichen Konferenz zu rücken. Knapp 20 Ökonomen und Sozialwissenschaftler aus den USA, Belgien und Deutschland präsentierten und diskutierten ihre neusten Forschungsergebnisse auf dem Feld der klassischen Mitbestimmung und der innovativen Mitarbeiterbeteiligung. Neben zwei Ökonomen aus den USA nahmen unter anderem auch hochkarätige Forscher des Wissenschaftszentrums Berlin und der Max-Planck Gesellschaft an der Konferenz teil. Dabei deckten die 11 Vorträge ein weites Feld ab, das von empirischen Untersuchungen der Industriellen Beziehungen bis hin zu verhaltensökonomischen Studien auf Basis von Labor- und Feldexperimenten reichte. An drei der vorgestellten Forschungsprojekte sind Wissenschaftler des IAAEU beteiligt. Das IAAEU freut sich, ein weiteres Mal ein Ort des wissenschaftlichen Austauschs und der Begegnung gewesen zu sein.

  • Joseph A. Schumpeter-Preis für Dr. Mario Mechtel

    Mario Mechtel, wissenschaftlicher Mitarbeiter am IAAEU, ist im November 2014 mit dem Joseph A. Schumpeter-Preis für herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler aus dem Fachbereich IV der Universität Trier ausgezeichnet worden. Der mit 1.000 Euro dotierte Joseph A. Schumpeter-Preis wird von der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Rheinland-Pfalz und dem Saarland gestiftet. Die Verleihung erfolgte im Rahmen der Absolventenfeier, übergeben wurde der Preis vom Leiter der Filiale Saarbrücken der Deutschen Bundesbank, Herrn Karl Heinz Thiel. Das Institut freut sich über die Auszeichnung.


  • Spring Meeting of Young Economists: Best Paper Award für Dr. Mario Mechtel

    Mario Mechtel, wissenschaftlicher Mitarbeiter am IAAEU der Universität Trier, wurde in Wien bei einer der renommiertesten wirtschaftswissenschaftlichen Konferenzen für Nachwuchswissenschaftler mit dem Best Paper Award ausgezeichnet. Beim Spring Meeting of Young Economists (SMYE) treffen sich jährlich die besten jungen Wirtschaftswissenschaftler Europas, um ihre aktuellen Forschungsarbeiten zu diskutieren.

    Dieses Jahr wurden aus den über 700 Bewerbungen nur knapp 150 Nachwuchswissenschaftler zum Vortrag am SMYE angenommen. Neben Mario Mechtel konnten sich zwei weitere Mitarbeiter des IAAEU, Adrian Chadi und Sabrina Jeworrek, für eine Teilnahme an dieser Konferenz qualifizieren.

    Auf Basis der Gutachterbewertungen aller eingereichten Beiträge wurden die Kandidaten für den Best Paper Award ausgewählt, die danach von Vertretern des Programmkomitees und des Vorstands der European Association of Young Economists bewertet wurden. Mario Mechtel und seine Co-Autorin Agnes Bäker von der Universität Tübingen wurden für ihre Arbeit mit dem Titel "Peer Effects in Cheating on Task Performance" ausgezeichnet. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert.Das IAAEU freut sich, dass der Best Paper Award des SMYE erstmals an einen Trierer Wissenschaftler verliehen wurde.


  • Dr. Mario Mechtel veröffentlicht Studie zu Statuskonsum in Ost- und Westdeutschland in der European Economic Review
    Das IAAEU gratuliert Mario Mechtel zu seiner Veröffentlichung in einer der renommiertesten ökonomischen Zeitschriften, der European Economic Review. In dem dort veröffentlichten Kooperationsprojekt untersucht Herr Mechtel gemeinsam mit Prof. Dr. Tim Friehe (Universität Bonn) den Einfluss politischer Regime auf individuelle Präferenzen. Anhand für Deutschland repräsentativer Daten zeigen sie, dass Statuskonsum nach der Wiedervereinigung in Ostdeutschland eine deutlich größere Rolle spielte als in Westdeutschland. Die erheblichen Unterschiede im Konsumverhalten mit Blick auf Statusgüter haben sich in den zwei Jahrzehnten nach der Wiedervereinigung zwar verringert, jedoch bestand auch im Jahr 2008 noch eine signifikante Lücke.
    Friehe, T. und M. Mechtel, 2014. Conspicuous Consumption and Political Regimes: Evidence from East and West Germany. European Economic Review, Bd. 67, S. 62-81.

  • Exkursion der juristischen Arbeitsgruppe des IAAEU zum EuGH
    Am 20. November 2014 veranstaltete die juristische Arbeitsgruppe des IAAEU unter Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schlachter eine Exkursion zum Europäischen Gerichtshof in Luxemburg. Die Exkursion richtete sich an Studierende der juristischen Fakultät der Universität Trier. Im Mittelpunkt dieses Besuchs am EuGH stand die Teilnahme an der mündlichen Verhandlung in den Rechtssachen Lyttle u.a. (C-182/13, C-392/13, C-80/14), bei der es vor allem um den Betriebsbegriff im Rahmen der Richtlinie über Massenentlassungen ging. Zudem erhielten die Studierenden einen Einblick in die Arbeits- und Funktionsweise des EuGH und hatten die Möglichkeit, einen Teil der Gebäude des EuGH zu besichtigen.

 EuGH

Auf dem Foto ist die Besuchergruppe des IAAEU im Eingangsbereich des EuGH zu sehen.

 


  • Lars Hornuf neuer Juniorprofessor für die ökonomische Analyse des Rechts am IAAEU
    Das Institut für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der EU (IAAEU) freut sich Lars Hornuf als neuen Juniorprofessor begrüßen zu dürfen. Die Juniorprofessur für die Ökonomische Analyse des Rechts ist am IAAEU eingerichtet worden, um die interdisziplinäre Forschung zwischen Rechts- und Wirtschafts-wissenschaften weiter auszubauen. Hornuf ist perfekt geeignet an der Schnittstelle der beiden Disziplinen zu arbeiten und fruchtbar ökonomische und rechtliche Perspektiven zu verbinden. So war er als Volkswirt über sechs Jahre an der Juristischen Fakultät der LMU München tätig gewesen und hat in seiner Dissertation rechtliche Rahmenbedingungen für Unternehmen und den Kapitalmarkt mittels ökonomischer Methoden analysiert. Weitere Informationen finden sich hier.

  • IAAEU Economists on Tour
    Die Wirtschaftswissenschaftler des IAAEU forschen nicht nur im sprichwörtlichen "stillen Kämmerlein" sondern tragen ihre neusten Ergebnisse immer wieder in die Welt hinaus, um sie mit anderen Wissenschaftlern zu diskutieren. Jetzt, vor Beginn des Wintersemesters, häufen sich – wie jedes Jahr – auch für Ökonomen die einschlägigen Fachkonferenzen. Neben der Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik (VfS), die für deutschsprachige Volkswirte maßgeblich ist, steht für Arbeitsmarktforscher vor allem die Jahreskonferenz der Europäischen Arbeitsmarktökonomen (EALE) im Fokus. Dieses Jahr war das wirtschaftswissenschaftliche Team des IAAEU jeweils mit drei Vorträgen vertreten. Sabrina Jeworrek, Adrian Chadi und Mario Mechtel stellten ihre neusten Forschungsergebnisse in Hamburg beim VfS vor. In Lublijana präsentierten Laszlo Goerke, Sabrina Jeworrek und Adrian Chadi ihre Arbeit vor den europäischen Arbeitsmarktökonomen. Doch auch die anderen Forscher sind nicht untätig geblieben. Im Schnitt präsentieren die Forscher des IAAEU pro Jahr ihre Arbeiten auf mehr als fünf – meist auch internationalen – Konferenzen. Ausführliche Informationen zu den Konferenzteilnahmen finden Sie hier.

  • 6. Ökonomischer Workshop am IAAEU

    Am 14. und 15. Februar fand der 6. Ökonomische Workshop an der Universität Trier statt, der vom Institut für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Union (IAAEU) organisiert wurde. Im Rahmen des Workshops haben knapp zwanzig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Universitäten und Forschungseinrichtungen ihre aktuellen Forschungsprojekte vorgestellt und diskutiert.

    Wie in den vorherigen fünf Auflagen deckte das Themenspektrum verschiedene Gebiete der Wirtschaftswissenschaft ab, angefangen bei personalökonomischen Studien über verhaltensökonomische Untersuchungen bis zu aktuellen Forschungen aus dem Finanzbereich. Zu den Vortragenden gehören neben Professoren verschiedener Hochschulen auch viele Nachwuchsforscherinnen und -forscher.

    Für die Keynote-Lecture konnte dieses Jahr Dr. Benjamin Weigert gewonnen werden, der als Generalsekretär des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ("Die fünf Wirtschaftsweisen") Einblicke in die unabhängige wissenschaftliche Politikberatung gab. Im Zentrum des Vortrags stand der von den Wirtschaftsweisen bereits 2012 als Antwort auf die europäische Schuldenkrise vorgeschlagene Schuldentilgungsfonds, der im Kreis der Nachwuchswissenschaftler kontrovers diskutiert wurde. Traditionell wählten die Teilnehmer am Ende des Workshops den besten Beitrag. Dieser Titel ging an Florian Baumann (Universität Düsseldorf) und Tim Friehe (Universität Bonn) für eine theoretische Studie über optimale Anreizsysteme für Anwälte in Gerichtsverfahren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops waren sich einig, dass die Veranstaltung auch im nächsten Jahr wieder stattfinden soll – dann bereits in der siebten Auflage.


 

 

2013

 


  • Konferenz über "Krankheitsbedingte Abwesenheit vom Arbeitsplatz" und "Präsentismus"
    Am 10. und 11. Oktober 2013 richtete die Ökonomische Abteilung des Instituts für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Union (IAAEU) eine hochkarätige Konferenz zu den Themen ‚Krankheitsbedingte Abwesenheit vom Arbeitsplatz' (Absentismus) und zu dem noch jungen Forschungsfeld des sogenannten ‚Präsentismus' aus. Gerade das Phänomen des Präsentismus, in dem es um Arbeitnehmer geht, die krank auf der Arbeit erscheinen, ist in jüngster Zeit nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der breiten Öffentlichkeit verstärkt auf Aufmerksamkeit gestoßen.
    Ein erheblicher Teil gesellschaftlicher und ökonomischer Kosten von Krankheiten manifestiert sich nämlich nicht in Abwesenheit, sondern in Anwesenheit am Arbeitsplatz. Ein Grund mehr dieses Phänomen ins Zentrum einer Konferenz zu rücken, ohne dabei den Absentismus zu vergessen. Neben Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaftlern aus Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Spanien und der Schweiz, nahmen auch Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung teil.
    Die Thematik der 12 Vorträge reichte vom Einfluss der Unternehmensform auf das Abwesenheitsverhalten der Arbeitnehmer bis hin zur Wirkung regionaler Abwesenheitskulturen. Eine Studie ging der Frage nach, ob die erhöhten Fehlzeiten in wirtschaftlichen Boom-Phasen auf erhöhte Ansteckungsgefahr am Arbeitsplatz zurückzuführen sind, da aufgrund der guten Auftragslage auch kranke Arbeitnehmer zur Arbeit kommen (müssen). An zwei der 12 wissenschaftlichen Projekte, die auf der Konferenz vorgestellt wurden, sind Wissenschaftler des IAAEU beteiligt. Die 28 Teilnehmer diskutierten in konstruktiver Atmosphäre die vorgestellten Forschungsarbeiten und äußerten sich im Anschluss begeistert von der Vitalität der Absentismus- und Präsentismusforschung, die in dieser Veranstaltung zu Tage getreten war. Auch die Organisatoren freuten sich über die gute Resonanz, die sich unter anderem in der großen Zahl der Einreichungen gezeigt hatte, die dazu führte, dass jede vierte Einreichung abgelehnt werden musste.

  • 5. Ökonomischer Workshop am IAAEU Trier

    Am 1. und 2. März 2013 fand am Institut für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Union (IAAEU) Trier der 5. Ökonomische Workshop statt, der Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit gab, in angenehmer Atmosphäre aktuelle Forschungsbeiträge vorzustellen und zu diskutieren. Knapp 30 Ökonomen aus dem In- und Ausland hatten die Gelegenheit, ihre Forschung aus den Bereichen Personal- und Arbeitsmarktökonomik, Experimentalökonomik, Glücksforschung, Finanzwissenschaft, Internationale Ökonomik und Politische Ökonomie vorzustellen. Höhepunkt am Freitagabend war die Keynote Lecture von Dr. Salvatore Barbaro, Staatssekretär im Rheinland-Pfälzischen Ministerium der Finanzen, zum Thema "Perspektive der Steuerpolitik". In seinem Vortrag skizzierte er drei langfristige Entwicklungslinienin der Steuerpolitik für den Zeithorizont bis 2020. Neben Überlegungen zur Rolle der Substanzbesteuerung sowie der Gewährleistung einer funktionierenden Steuerverwaltung präsentierte Salvatore Barbaro Konzepte zur Entflechtungen des Fiskalföderalismus. Spannend waren auch die 24 wissenschaftlichen Vorträge. So untersuchte beispielsweise Leonie Gerhards von der Universität Frankfurt in einer experimentalökonomischen Studie, welche Rolle die intrinsische Motivation von Arbeitnehmern für ihre Arbeitsanstrengungen spielt. Dana Sisak von der Universität Rotterdam zeigte, dass Berufszweige, in denen Leistung mehr zählt als in anderen, qualifiziertere Arbeitskräfte anziehen und leitete daraus Implikationen beispielsweise für die Bezahlung von Lehrern ab. Die Teilnehmer des Workshops kürten nach dem letzten Vortrag am Samstag in einer Abstimmung den Gewinner des "Best Paper Awards". Der Preis ging an Emanuel Hansen von der Universität Köln für eine politökonomische Studie zur negativen Einkommensbesteuerung. Sowohl die Teilnehmer als auch die Organisatoren zeigten sich im Anschluss an den Workshop sehr zufrieden mit der Qualität von Vorträgen und Diskussionen sowie den Möglichkeiten zur Netzwerkbildung und -vertiefung. Alle Beteiligten waren sich einig, dass der Workshop im kommenden Jahr seine sechste Auflage erleben wird.

          Auf dem Foto sind Staatssekretär Dr. Salvatore Barbaro (Bild oben) und Clemens Hetschko, FU Berlin (Bild unten) zu sehen.


  • Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schlachter erneut als Vizepräsidentin des Europäischen Ausschusses für Soziale Rechte gewählt.
    Das Ministerkomitee des Europarates hat Frau Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schlachter für zwei weitere Jahre als Vizepräsidentin des Europäischen Ausschusses für Soziale Rechte (ECSR) gewählt. Aufgabe des "European Committee of Social Rights" ist die Überwachung der Einhaltung der Europäischen Sozialcharta des Europarates. Frau Schlachter ist Inhaberin der Professur für Internationales und Europäisches Arbeitsrecht und Bürgerliches Recht an der Universität Trier und Direktorin des Instituts für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Union (IAAEU) und gehört dem Ausschuss bereits seit 2006 als Mitglied an. >> Weitere Informationen

 

 

 

2012


  • Prof. Dr. Laszlo Goerke (Universität Trier/IAAEU) und Prof. Dr. Markus Pannenberg (Fachhochschule Bielefeld) sind von der Betriebswirtschaft (DBW) / Business Administration Review (BARev) für ihren Beitrag "Ist § 1a KSchG ein ‚Nullum‘? Eine Analyse der Veränderung in der Verteilung der Abfindungsfaktoren in Westdeutschland" (DBW 71. Jg (2011) 3, S. 243-263) mit dem DBW Best Paper Award 2012 ausgezeichnet worden. Mit dem Preis wird bzw. werden alljährlich der oder die Autor(en) des für den Preis ausgewählten Aufsatzes aus dem letzten abgeschlossenen DBW-Jahrgang ausgezeichnet und angemessen gewürdigt. Der Preis wird in Form einer Urkunde dokumentiert und ist mit dem Bezug eines Jahrgangs der DBW dotiert. Die Herausgeberinnen und Herausgeber der DBW wählen aus den Publikationen des betreffenden DBW-Jahrgangs die beste für diesen Preis aus. In eingehender inhaltlicher Würdigung orientiert sich die Auswahl an den Beurteilungskriterien der DBW: Relevanz der Problemstellung, theoretisch-konzeptionelle Fundierung, Methode und Innovationsgehalt. Die Laudatio zum DBW Best Paper Award 2012 finden Sie hier.


  • Dr. Vanessa Mertins wurde der Best Paper Award der NeuroPsychoEconomics Conference 2012 in Rotterdam verliehen. Ihre Studie "Can genotype predict player type?" (mit J. Meyer und A. Schote) wurde in einem zweistufigen Auswahlprozess von einer Jurorenkommission als bestes Papier im Track "Social Neuroscience: Cooperation, Trust & Hormones" ausgezeichnet und gewann im weiteren Verlauf den "Overall Best Paper Award" als bester Konferenzbeitrag. Gratulation!